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Tradition und Moderne in der Literatur der Schweiz im 20. JahrhundertEve Pormeister

Tradition und Moderne in der Literatur der Schweiz im 20. Jahrhundert

Eve Pormeister

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Sinopse

The papers in this volume show the presence of Gottfried Keller, the literary father figure of Swiss literature, in the texts of the Swiss authors from 1960ies, such as Otto F. Walter, Hugo Loetscher, Adolf Muschg, and Urs Widmer. Although these authors work in the democratic tradition of Switzerland and have an almost identificatory relationship to Keller, their role in the changed political life of the 20th century is completely different from that of their great literary model. The volume also contains studies on other Swiss literary classics, such as Robert Walser and Meinrad Inglin, as well as later authors, such as Max Frisch and Friedrich Dürrenmatt, Erica Pedretti, Thomas Hürlimann, Silvio Blatter, Peter Stamm, and Gertrud Leutenegger. In den in diesem Band zusammengetragenen Beiträgen wird die Präsenz des literarischen Übervaters der Schweizer Literatur, Gottfried Kellers, bei Autoren der 1960er Jahre wie Otto F. Walter, Hugo Loetscher, Adolf Muschg und Urs Widmer gezeigt. Diese engagierten Autoren, die sich zwar in die demokratische Tradition der Schweiz stellen und zu Keller in ein fast identifikatorisches Verhältnis treten, spielen anlässlich der veränderten politischen Öffentlichkeit im 20. Jahrhundert jedoch eine entschieden andere Rolle als ihr großes literarisches Vorbild. Aus der Sicht der Tradition und der Moderne werden im Hinblick auf die Schriftform und das Autobiographische sowie auf die Dorfwirklichkeit und die Karnevalisierung der Literatur die poetischen Auffassungen von zwei anderen Klassikern der Schweizer Literatur, von Robert Walser und Meinrad Inglin, in den Mittelpunkt der Betrachtungen und Diskussionen gerückt. Mit ihren Versuchen, die prekäre Nachkriegssituation in tragikomischen Dramen zu verarbeiten, kommen die beiden großen Beobachter der Auswirkungen des Faschismus, Frisch und Dürrenmatt zur Sprache. Vorgestellt wird Dürrenmatts politisches Engagement an seiner Auseinandersetzung mit dem „Vater der Wasserstoffbombe“, Edward Teller, die bei einer Fernsehdiskussion stattgefunden hatte. Der Einbruch der Moderne in die Familie wird an Autoren wie Erica Pedretti, Thomas Hürlimann und Silvio Blatter vorgeführt. Besonderes Augenmerk gilt jüngeren Autoren und Autorinnen wie Peter Stamm oder der zu Unrecht weniger bekannten Gertrud Leutenegger.

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