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Benennungspraktiken in Prozessen Kolonialer Raumaneignung

Axel Dunker

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Sinopse

"Obwohl die Bedeutung von Benennungspraktiken bei der Aneignung kolonialer Räume unumstritten ist, liegen sprach- oder literaturwissenschaftliche Detailanalysen dieser Prozesse bisher nur verstreut vor. Diese Lücke versucht der interdisziplinär angelegte Band zu schliessen, indem er Formen und Funktionen der (post- )kolonialen Raumaneignung vermittels sprachlicher und literarischer Praktiken untersucht. In linguistischer Perspektive sind dabei Benennungspraktiken und -muster des kolonialen place-making zentral. Von Interesse sind alle Formen kolonialtoponomastischer Raumaneignung bzw.-besetzung. Aus literaturwissenschaftlicher Sicht ist von Bedeutung, wie die zeitgenössische koloniale Literatur in Romanen, Zeitschriften und Reisebeschreibungen die diskursive Praxis der Bezeichnung von geographischen Einzelheiten fremder Territorien mit deutschen Namen als koloniale Aneignungsakte performativ begleitet und umsetzt. Die postkoloniale Literatur der Gegenwart greift diese Prozesse der Überschreibung indigener Zeichen mit kolonialen reflektorisch auf, häufig unter Rückgriff auf die historischen Texte des Kolonialismus"-- "Der interdisziplinär angelegte Band untersucht in sprach- und literaturwissenschaftlicher Perspektive Formen und Funktionen der (post- ) kolonialen Raumaneignung vermittels sprachlicher und literarischer Praktiken. Von linguistischem Interesse sind dabei alle Formen kolonialer Raumbenennung, literaturwissenschaftlich wird die literarische Begleitung dieser Prozesse bzw. deren postkoloniale Reflexion analysiert"--

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