Sinopse
"Nero (37-68 n. Chr.) zählt ohne Zweifel zu den schillerndsten Herrschern des Römischen Reiches. Besonders die letzten Regierungsjahre Neros prägen bis heute sein Bild als das eines Tyrannen, eines grausamen Christenverfolgers und größenwahnsinnigen Brandstifters. Aber ist das wirklich das ganze Bild? Die Leidenschaft des Kaisers galt den Künsten, er trat selbst als Schauspieler, Musiker und Wagenlenker auf und erbaute die ungeheure ›domus aurea‹, seinen goldenen Palast. Beim Volk war er lange Zeit sehr beliebt - wie kein anderer Kaiser vor ihm begeisterte er die Massen durch ›Brot und Spiele‹. Der reich illustrierte Begleitband zur Ausstellung in Trier 2016 zeichnet ein umfassendes Bild Neros, das den Politiker ebenso wie den Bauherrn, den Selbstdarsteller wie den Künstler und nicht zuletzt den Mann in all seinen Beziehungen in den Blick nimmt und in den Kontext seiner Zeit stellt. Was sagt uns Nero heute? Auch um die Rezeptionsgeschichte, um alte Klischees und neue Sichtweisen geht es."-- Kaum ein römischer Kaiser weckt so viel Interesse wie Nero (54.-68 n- Chr.). Erstmalig in Mitteleuropa widmet sich eine große Ausstellung an drei Standorten mit vielen hochkarätigen Exponaten aus dem In- und Ausland seinem Leben und den Folgen seiner Herrschaft. Die Ausstellung zeigt seinen Aufstieg zum Thronfolger, seine Herrschaft, ihr gewaltsames Ende und auch, warum das Bild Neros bis heute von negativen Eigenschaften geprägt ist. Lange Zeit erfreute sich Nero großer Beliebtheit - er begeisterte die Massen durch "Brot und Spiele" wie kein anderer Kaiser vor ihm. Erst mit zunehmender Regierungsdauer verlor er den Bezug zur Realität. Die Entwicklung vom jungen hoffnungsvollen Thronanwärter bis zum verhassten Tyrannen und dem einsamen Selbstmord in auswegloser Lage wird anschaulich illustriert. Überraschende Forschungsergebnisse zeigen den Herrscher, dessen Name bislang oft mit maßloser Verschwendungssucht, Größenwahn und Grausamkeit verbunden wird, dabei in einem ganz neuen Licht. Exhibition: Rheinisches Landesmuseum Trier, Museum am Dom Trier, Stadtmuseum Simeonstift Trier (14.05-16.10.2016).
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